Rosa Schloss

wurde am 4. Juli 1891 in Sondheim v. d. Rhön in Bayern geboren.

Die Eltern waren Samuel Schloss (*1856) und dessen Ehefrau Philippine, geb. Reis (*1861)[1]. Rosa hatte noch drei Geschwister, die ältere Schwester Selma, den jüngeren Bruder Julius, († 1915 im Ersten Weltkrieg) und die jüngste Schwester Minna.

Der Vater betrieb in Sondheim im Wohnhaus  Nr. 9 ein Lebensmittel- und Kolonialwarengeschäft. Rosa, die ledig blieb und ohne Beruf war, lebte bei ihren Eltern.

1925 setzte sich der Vater zur Ruhe und zog irgendwann vor dem Jahr 1935 mit seiner Frau und der Tochter Rosa nach Themar in die Georgenstraße 3.

Die Mutter starb im Oktober 1935 im Alter von 74 Jahren.

Der Vater zog im Januar 1939 nach Bad Nauheim in das Israelitische Männerheim in der Frankfurter Straße 58, Rosa folgte ihrem Vater wenige Wochen später am 14. Mai 1939 und wohnte im Israelitischen Frauenheim (Jüdisches Altersheim) in der Frankfurter Straße 63/65.

Der Vater starb am 3. August 1939 und wurde auf dem Jüdischen Friedhof in Frankfurt am Main beigesetzt.

Am 15.September 1942 wurde Rosa Schloss gewaltsam aus Bad Nauheim verschleppt und am 30. September 1942 von Darmstadt aus nach Treblinka deportiert.

Sie war 51 Jahre alt und ist im Vernichtungslager Treblinka umgekommen.

Die Schwester Selma wurde am 25. Januar 1942 von Berlin aus nach Riga deportiert und ermordet. Die Schwester Minna konnte erfolgreich nach England entfliehen. (Fotos und Dokumente)

 

[1]http://judeninthemar.org/familien-und-personen/schloss/

 

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