A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Hirsch Sandel

ist am 3. Mai 1861 in Wiznitz (Wischnitz) im ehemaligen Herzogtum Bukowina geboren.

Er war (2. Ehe?) mit Flora geb. de Beer (*30.03.1884) aus Meisenheim verheiratet.

Er lebte in Wiesbaden und in Bad Nauheim in der Hauptstraße 35.

In Bad Nauheim hatte der Geschäftsmann ein Tuch- und Manufakturwarengeschäft an der Ecke Usinger- Gartenfeldstraße. [1]

Am 25. Mai 1913 meldete sich Hirsch Sandel in Bad Nauheim ab.

Zuletzt wohnte er in Frankfurt am Main in der Friedrichstraße 26. [2]

Am 15.September 1942 wurde er von Frankfurt in das Ghetto von Theresienstadt deportiert. Dort kam er am 13.Oktober 1942 ums Leben. Seine Frau Flora wurde in Auschwitz ermordet. [3]

(Fotos und Dokumente)

 

[1] Stephan Kolb, Die Geschichte der Bad Nauheimer Juden, Seite 90

[2] Todesfallanzeige Ghetto Theresienstadt

[3] Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer

Salomon Scheuer

ist am 25.Juni 1869 in Heldenbergen in Hessen geboren. Er lebte in seinem Geburtsort, in Friedberg und vom 3. März 1942 bis zum 10. September 1942 in Bad Nauheim im Jüdischen Altersheim in der Frankfurter Straße 63/65.

Am 15.September 1942 wurden sämtliche Bewohner, darunter auch Salomon Scheuer, gewaltsam aus dem Altersheim abgeholt und zunächst nach Friedberg gebracht. Die Nacht bis zum Weitertransport nach Darmstadt mussten die alten Menschen in der Turnhalle der Augustinerschule verbringen. Eine Gedenktafel an der Schule erinnert daran.

Am 27. September 1942 wurde er dann von Darmstadt aus in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo er nur wenige Tage später am 7. Oktober 1942 im Alter von 73 Jahren ums Leben kam.

Er starb verwitwet. Auch sein Bruder Moritz starb am 22. Januar 1943 in Theresienstadt

(Fotos und Dokumente)

Elisabeth Schloss

wurde am 08. Januar 1886 in Frankfurt geboren.

Sie wohnte in Bad Nauheim im Ernst-Ludwig-Ring 10.

Am 23.Mai 1936 hat sie sich nach Gießen abgemeldet und lebte dort in einer Heil- und Pflegeanstalt.

Am 01.Oktober 1940 wurde sie von Gießen aus in die Tötungsanstalt nach Brandenburg an der Havel deportiert und dort im Rahmen der Euthanasie ermordet. [1]

 

               [1] Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945

Karolina Greta Schloss

geborene Haas

wurde am 26. Juli 1873 in Bönstadt in Hessen geboren.
Sie lebte im Jüdischen Altersheim in Bad Nauheim in der Frankfurter Straße 65.

Am 15. September 1942 wurde sie in Bad Nauheim abgemeldet (gewaltsam verschleppt)

und am 27. September 1942 von Darmstadt aus in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie am 21. Oktober 1942 im Alter von 69 Jahren verstorben ist. (Fotos und Dokumente)

Martha Schloss

geborene Hodenberg

wurde am 16. Dezember 1881 in Polle bei Hameln in Niedersachsen  geboren.

Sie wohnte in Bad Nauheim in der Frankfurter Straße 50 und meldet sich am 25. September nach Frankfurt am Main ab. Dort wohnte sie zuletzt in der Rankestraße 23.[1]

Am 11. November 1941 wurde sie im Alter von 59 Jahren in das Ghetto Minsk deportiert und ermordet.

(Fotos und Dokumente)    

 

[1] Siehe: Die Jüdische Gemeinde Polle

Foto: Sammlung Monica Kingreen/www.vor-dem-holocaust.de
Foto: Sammlung Monica Kingreen/www.vor-dem-holocaust.de

Meta Schloss 

wurde am 18. Januar 1904 in Langen bei Offenbach in Hessen geboren.

Die Eltern waren Jonas Schloss und dessen Ehefrau Frieda geb. Strauß.

Meta war ledig und von Beruf  Lehrerin.

Sie lehrte 1931 ein ¾ Jahr lang als Lehrer-Gehilfin in Egelsbach,

dann bekam sie eine Stelle als Lehrerin in Sprendlingen.

Bis zum 4.5.1931 wohnte sie in Dreieichenhain, für kurze Zeit kam sie zurück  nach Langen in die Schillerstraße 1.

Am 1.2.1932 zog sie nach Sprendlingen und nahm dort eine Stelle an. Von dort ist sie am 15.4.1932 nach Mainz verzogen.
Am 3.8.1933 fand sie eine Stelle als Lehrerin in Wuppertal-Elberfeld. Schon am 4.12.1933 kehrte sie von Wuppertal-Elberfeld nach Langen in die Schillerstr. 1 zurück.

Sie durfte nicht mehr als Lehrerin arbeiten und verdiente ihren Lebensunterhalt nun als Hausangestellte.

Am 31. Januar 1934 zog sie nach Frankfurt/M. in den Mauerweg in der Nähe des Bethmann-Parks, um dort als Hausangestellte zu arbeiten.

Am 12. Januar 1939 ist sie nach Bad Nauheim gezogen und wohnte in der Frankfurter Straße 103. Dort konnte sie an der jüdischen Bezirksschule wieder als Lehrerin arbeiten.

In Bad Nauheim hat sie sich am 30. Oktober 1939 nach Ahrensdorf bei Luckenwalde abgemeldet.

Anschließend zog sie nach Ahlem bei Hannover, einer großen jüdischen Einrichtung, von wo sie am 2. März 1943 über Paderborn-Hannover-Erfurt-Dresden nach Auschwitz deportiert wurde. Später kam sie vermutlich nach Riga, wo sie ermordet wurde.[1] (Fotos und Dokumente)

 

[1]Siehe:www.stolpersteine-langen.de

 

Rosa Schloss

wurde am 4. Juli 1891 in Sondheim v. d. Rhön in Bayern geboren.
Sie war ohne Beruf und lebte in Sondheim v. d. Rhön, in Themar und in Bad Nauheim im Jüdischen Altersheim in der Frankfurter Straße 65.

Sie ist am 14. Mai 1939 nach Bad Nauheim zugezogen und wurde am 15. September 1942 abgemeldet.

Von Darmstadt aus ist sie am 30. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka deportiert worden.

Sie war 51 Jahre alt, als sie ermordet wurde.

(Fotos und Dokumente)

Agnes Schneider

geborene Grätz

wurde  am 22. Februar 1871 in Buk in Posen geboren.

Sie war verwitwet und wohnte in Bad Nauheim und in Nieder Mörlen.
Zugezogen nach Bad Nauheim war sie am 28.Juli 1934 in die Frankfurter Straße 79 und weggezogen nach Nieder-Mörlen am 31. März 1936 in die Hildegardstraße 10.

Am 10. Januar 1944 wurde sie von Darmstadt aus in des Ghetto Theresienstadt und am 16. Mai 1944  in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Bei der Deportation war sie 73 Jahre alt. (Fotos und Dokumente)

Das Ehepaar Felix und Emma Schönewald

Dr. Felix Schönewald

wurde am 24. November 1871 in Großeneder in Westfalen geboren.

Er ist am 3.April 1939 nach Bad Nauheim zugezogen und wohnte mit seiner Ehefrau Emma geb. Schönewald  in der Karlstraße 28 und in der Frankfurter Straße 62.

Am 15. Februar 1940 hat er sich mit seiner Frau nach Frankfurt am Main abgemeldet.

Die letzte Adresse in Frankfurt war Baumweg 34/E

Am 15. September 1942 wurde das Ehepaar ab Frankfurt in das Ghetto Theresienstadt deportiert.

Dort kam Dr. Felix Schönewald am 26. Mai 1944 im Alter von 72 ums Leben. [1]

Seine Frau Emma wurde am 9. Oktober des gleichen Jahres nach Auschwitz gebracht und dort ermordet.

(Fotos und Dokumente)

 

 

[1] Holocaust.cz.: Geboren 24. 11. 1871 Transport XII/3, č. 1093 (16.09.1942 Frankfurt am Main -> Theresienstadt) Ermordet 26. 05. 1944 Theresienstadt

Emma (Emmi) Schönewald

geborene Anschel

wurde am 28. März 1884 in Barmen-Elberfeld, dem heutigen Wuppertal geboren.

Sie war mit Dr. Felix Schönwald  verheiratet und wohnte in Bad Nauheim in der Karlstraße 28.
Am 15.Februar 1940 meldete sich das Ehepaar nach Frankfurt am Main ab.

Die letzte Adresse in Frankfurt war Baumweg 34/E.

Am 15. September 1942 wurde sie von Frankfurt aus zunächst in das Ghetto Theresienstadt und

am 09. Oktober 1944 in das Vernichtungslager  Auschwitz deportiert.

Sie war bei der Deportation 60 Jahre alt und wurde in der Shoah ermordet.[1] 

(Fotos und Dokumente)

 

 

[1] Eintrag in der Zentralen Datenbank der Namen der Holocaustopfer

Das Ehepaar Alfred und Hannchen Schreiber

Alfred Schreiber

wurde am 02. Oktober 1879 in Schweinfurt in Bayern geboren.

Er wohnte mit seiner Ehefrau Hannchen Schreiber geb. Grumbacher in Bad Nauheim in der Stresemannstraße 16.

Da er von Beruf Koch war, könnte es sein, dass er im Restaurant der Witwe Sigmund Straus in der Stresemannstraße 16 angestellt war.

Am 11. Mai 1937 hat er sich nach Stuttgart abgemeldet.

Seine letzte Adresse war das Jüdische Wohnheim in Tigerfeld in der Schwäbischen Alb. Das „Jüdisches Wohnheim” war von den Nazis in einem ehemaligen Amtshaus des Klosters Zwiefalten zur Sammlung vor allem alter Menschen eingerichtet worden.

Am 22./23. August 1942 wurde das Ehepaar von Stuttgart aus in das Ghetto Theresienstadt deportiert.

Am 10. November 1943 ist Alfred Schreiber dort im Alter von 64 Jahren verstorben. [1]

Hannchen Schreiber wurde von Theresienstadt aus nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

(Fotos und Dokumente)

 

 [1] Angabe der Zentralen Datenbank der Namen der Holocaustopfer und des Gedenkbuches des Bundesarchives für die Opfer

 der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Deutschland.

Hannchen (Fanni) Schreiber

geborene Grumbacher  wurde am 26. März 1887 in Schmieheim[1] in Baden Württemberg geboren.

Sie war mit Alfred Schreiber verheiratet und wohnte in Bad Nauheim in der Stresemannstraße16.

Ihr Mann meldete sich am11. Mai 1937 nach Stuttgart ab.

Am 14. September 1937 ist sie ihrem Mann nach Stuttgart gefolgt.

Die letzte Adresse des Ehepaares war das Jüdische Wohnheim in Tigerfeld in der Schwäbischen Alb.

Das „Jüdisches Wohnheim” war von den Nazis in einem ehemaligen Amtshaus des Klosters Zwiefalten zur Sammlung vor allem alter Menschen eingerichtet worden.

Am 22./23. August 1942 wurden sie und ihr Mann von Stuttgart aus in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo ihr Mann am 10. November 1943 verstarb.

Hannchen Schreiber wurde in das Konzentrationslager Auschwitz verlegt, wo sie am 16. Mai 1944 im Alter von 57 Jahren ermordet wurde. (Fotos und Dokumente)

 

 

[1] Auskunft des Standesamtes Kippenheim vom 13.03.2014: Hannchen Grumbacher, geb. 26.03.1887 (E-Mail)

Das Ehepaar Hermann und Emma Schuster

Hermann Schuster

wurde am 12. Juni 1871 in Altenstadt bei Büdingen in Hessen geboren.

Die Eltern waren Joseph Schuster und dessen Ehefrau Regina.

Er war mit Emma geb. Meyer (* 01.08.1873) verheiratet.

Die Eheleute sind am 21. November 1941 nach Bad Nauheim zugezogen und lebten im Jüdischen Altersheim in der Frankfurter Straße 63/65. Am frühen Morgen des 15. September 1942 wurden Hermann Schuster und seine Ehefrau Emma von der Gestapo gewaltsam aus dem Altersheim in Bad Nauheim abgeholt. Zusammen mit 77 weiteren Bewohnern wurden sie auf Lastwagen verladen und zunächst nach Friedberg gebracht, wo die alten Menschen die Nacht in der Turnhalle der Augustiner-Schule verbringen mussten, bevor sie in ein Sammellager in Darmstadt transportiert wurden.

Am 27. September 1942 erfolgte die Deportation von Darmstadt aus in das Ghetto Theresienstadt.

Dort verstarb Hermann Schuster am 29. November 1942im Alter von 72 Jahren.

Vier Wochen später verstarb auch seine Frau Emma. (Fotos und Dokumente)

 

Emma Schuster  

geborene Meyer

wurde am 1. August 1873 in Reichelsheim im Odenwald geboren.

Sie war mit Hermann Schuster (* 12.06.1871) verheiratet und wohnte in Bad Nauheim im Jüdischen Altersheim in der Frankfurter Straße 63/65.

Am frühen Morgen des 15. September 1942 wurde Emma Schuster und ihr Ehemann von der Gestapo gewaltsam aus dem Altersheim in Bad Nauheim abgeholt. Zusammen mit 77 weiteren Bewohnern wurden sie auf Lastwagen verladen und zunächst nach Friedberg gebracht, wo die alten Menschen die Nacht in der Turnhalle der Augustiner-Schule verbringen mussten, bevor sie in ein Sammellager nach Darmstadt transportiert wurden.

Am 27. September 1942 erfolgte die Deportation von Darmstadt aus in das Ghetto Theresienstadt.

Dort kam sie am 2. Januar 1943 im Alter von 79 Jahren ums Leben. Bereits vier Wochen zuvor war ihr Ehemann im Lager verstorben. (Fotos und Dokumente) 

Die Geschwister Friedel und Moritz Schuster

Friedel Schuster

wurde am 1. Mai 1932 [1] in Ober-Seemen bei Schotten in Hessen geboren.

Die Eltern waren Joseph Israel und dessen Ehefrau Sarah. [2]

Friedel war Schülerin in Bad Nauheim an der Jüdischen Bezirksschule in der Frankfurter Straße 103.

Sie soll auch in Frankfurt am Main gelebt haben. [3]

Sie war am 16. April 1939 nach Bad Nauheim zugezogen und wurde bereits am 29. August 1939 wieder nach Ober-Seemen abgemeldet. Zu diesem Zeitpunkt war sie 7 Jahre alt. Friedel wurde in der Shoah ermordet.

 

Der Vater Joseph Schuster aus Ober-Seemen, geb. 19.12.1893 kam im KZ Majdanek ums Leben.

(Fotos und Dokumente)

 

[1] Angabe in der Meldekartei der Stadt Bad Nauheim

[2] Meldekartei der Stadt Bad Nauheim

[3] Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer

Moritz Werner Schuster

            wurde am 20. Oktober 1930 in Ober-Seemen bei Schotten in Hessen geboren.

            Die Eltern waren Joseph Israel und dessen Ehefrau Sarah geb. Wilhelm (oder Wallach).

            Moritz hatte noch eine jüngere Schwester Friedel. Beide Kinder besuchten die Jüdische

            Bezirksschule in Bad Nauheim.

In der Meldekartei der Stadt Bad Nauheim wird angegeben, dass Moritz vom 1. Mai 1938               bis zum 21. Dezember 1938 und vom 15. Januar bis zum 15. Februar 1939 die

Schule in der  Frankfurter Straße 103  besuchte und dort gemeldet war.[1]

    

            Bereits am 16. Februar 1939 soll die Emigration in die Niederlanden erfolgt sein.

            Am 2. März 1943 wurde Moritz Schuster vom Sammellager Westerbork in das

            Vernichtungslager Sobibor deportiert und ermordet.

 

        [1] Meldekartei der Stadt Bad Nauheim

Lina Schwarz

wurde am 7. Dezember 1903 in Obergartzem in Nordrhein-Westfalen geboren.

Sie lebte in Darmstadt und Bad Nauheim im Jüdischen Altersheim in der Frankfurter Straße 65.

Sie war alleinstehend.

Am 10. April 1942 hat sie sich nach Darmstadt abgemeldet. Ihre letzte Adresse in Darmstadt war die Eschollbrückerstraße 41.

Von dort ist sie am 30. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka deportiert worden.

Bei der Deportation war sie 38 Jahre alt. Sie wurde in der Shoah ermordet. (Fotos und Dokumente) 

 

Das Ehepaar Alfred und Friederike Seewald und die Kinder Leo und Marianne

Alfred Seewald

wurde am 26. März 1898 in Gambach im Wetteraukreis in Hessen geboren.

Die Eltern waren Moses Seewald aus Gambach und dessen Ehefrau Käthchen Seewald geb. Spier.

Im I. Weltkrieg war er am 15. März 1915 in das Heer eingetreten.

Er war Landsturmrekrut und Musketier und hatte seine militärische Ausbildung in Frankfurt.

Am 26. Februar 1917 wurde er aus dem Kriegsdienst entlassen. [1]

Er war  mit Friederike Seewald geb. Lublin verheiratet.

Von Beruf war er Kaufmann. Das Ehepaar hatte einen Sohn und eine Tochter. Er lebte vom 29. März 1928 in Bad Nauheim, zuerst in der Luisenstraße 9, ab dem 27. August 1928 in der Karlstraße 3 und ab 1. Juni 1930 in der Ernst-Moritz-Arndt-Straße 9.

Am 29.März 1932 zog er nach Friedberg in Hessen. Die letzte Adresse in Friedberg war die Usagasse 30.

Am 30. September 1942 wurde er gemeinsam mit seiner kleinen Tochter Marianne von Darmstadt aus nach Polen, wahrscheinlich Treblinka, deportiert und dort im Alter von 44 Jahren ermordet.

Kurt Rothschild aus Jackson USA hat ein Gedenkblatt eingereicht.

(Fotos und Dokumente)

 

 

[1] Müller, Kilian, Kingreen: Juden in Münzenberg, Gambach und Fauerbach II, 2014

Friederike Seewald

geborene Lublin

wurde am 24. Mai 1896 in Viernheim an der Bergstraße in Hessen geboren. Die Eltern waren der Handelsmann Josef Löb Lublin und dessen II. Ehefrau Maria geb. Rothschild aus Viernheim.[1]

Sie war mit Alfred Seewald verheiratet. Sie waren die Eltern von Leo und Marianne Seewald.

Die Familie wohnte vom 29. März 1928 bis zum 29. März 1932 in Bad Nauheim (Luisenstraße 9,

Karlstraße 3, Ernst-Moritz-Arndt-Straße 9) und zog dann um nach Friedberg in Hessen.

Am 4. Juli 1942 erfolgte ihre Deportation in das Konzentrationslager Ravensbrück und im Oktober 1942 ins Vernichtungslager Auschwitz.

Dort wurde sie im Alter von 46 Jahren am 13. Oktober 1942 ermordet. (Fotos und Dokumente)

 

[1]  Müller, Kilian, Kingreen: Juden in Münzenberg, Gambach und Fauerbach II, 2014, Seite 113 

[1]  Mitteilung Stadtmuseum und Stadtarchiv Viernheim

 

 

Leo Seewald 

wurde am 17. März 1930 als Sohn von Alfred und Friederike Seewald in Bad Nauheim geboren.

Er war der Bruder von Marianne Seewald (* 20. 05. 1937). 

Bis zum 29. März 1932 lebte die Familie in Bad Nauheim und zog dann um nach Friedberg in die Usagasse 30. 

Vor seiner Deportation war Leo Seewald in der „Israelitischen Erziehungsanstalt für geistig zurückgebliebene Kinder“ in Beelitz, einer Stadt südwestlich von Berlin,  untergebracht.[1] 

Von dort wurden er am 13. Juni 1942, zusammen mit 24 weiteren Kindern, mit dem 15. Osttransport in das Vernichtungslager Sobibor im deutsch besetzten Polen verschleppt und ermordet.

(Fotos und Dokumente)

 

[1] Dagmar Drovs, Heilpädagogikum im deutschen Judentum, 2000,  ISBN 3-8258-4793-4, Seite 61

 

Marianne Seewald (Ihr Name wird nicht auf der Erinnerungstafel erwähnt, da in Friedberg geboren)

wurde am 20. Mai 1937 in Friedberg in Hessen  als Tochter von Alfred und Friederike Seewald geboren. Sie war die Schwester von Leo Seewald. Am 30. September 1942 wurde sie gemeinsam mit ihrem Vater im Alter von 5 Jahren von Darmstadt aus ins besetzte Polen (Treblinka ?) deportiert und dort ermordet.

(Fotos und Dokumente)

Frieda Siew

geborene Lewinski

wurde am 5. September 1880 in Laptau/Fischhausen in Ostpreußen als Tochter von Otto und Berta Lewinski geboren.

Ihr Ehemann war Alexander Siew (verstorben). Sie lebte ab dem 5. Juli 1939 in Bad Nauheim, zunächst im Ernst-Ludwig-Ring 10, dann in der Frankfurter Straße 62.

Am 19. März 1940 zog sie um nach Frankfurt am Main in die Staufenstraße 31.

Von Frankfurt aus wurde sie am 20. Oktober 1941 im Alter von 61 Jahren in das Ghetto Litzmannstadt (Lodz) im deutsch besetzten Polen deportiert und dort ermordet. (Fotos und Dokumente)

 

Klara Simon 

geborene Kugelmann

wurde am 12. August 1855 in Wohra im Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen geboren.

Die Eltern waren Mayer Kugelmann und dessen Ehefrau Breune geb. Katten.[1]

Sie war mit Löb Simon , einem Handelsmann aus Pohl-Göns, verheiratet.

Nach dem Tod ihres Mannes, der mit 66 Jahren starb, wohnte sie vom

4. Januar 1939 bis zum 15. September 1942 in Bad Nauheim im Jüdischen Altersheim in der Frankfurter Straße 65.

Von Darmstadt aus wurde sie am 27. September 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und kam dort am 13. Oktober 1942 im Alter von 85 Jahren ums Leben. (Fotos und Dokumente)

 

[1] Jüdisches Geburtsregister von Wohra, HADIS Hessen

Rebekka Simon

geborene Schönfeld

wurde am 8. Juli 1863 in Kesselbach bei Gießen in Hessen geboren. Sie lebte in Kesselbach und vom 26. November 1941 bis zum 15. August 1942 in Bad Nauheim im Jüdischen Altersheim in der

Frankfurter Straße 63.

Von Darmstadt aus wurde sie am 27. September 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und kam dort am 20. Dezember 1942 im Alter von 79 Jahren ums Leben. (Fotos und Dokumente)

 

Ruth Simon

wurde am 9. Februar 1923 in Butzbach in Hessen geboren.

Ihre Eltern waren der Viehhändler Nathan Simon aus der Langgasse 38 in Butzbach und seine Ehefrau Selma, eine geborene Sommer. [1]

Ruth Simon wohnte in Bad Nauheim in der Frankfurter Straße 65 vom

30. September 1940 bis zu ihrem Wegzug nach Butzbach am 02. Februar 1942. Von Butzbach aus wurde sie gemeinsam mit ihrer Mutter nach Polen deportiert und dort im Alter von 22 Jahren ermordet[2].

Das Sterbedatum wurde willkürlich auf den 08. Mai 1945 festgelegt.

 

[1] Müller, Bertram, Damrath, Wolf: Familienbuch Butzbach, Band V, Seite 75

 

[2] Müller, Bertram, Damrath, Wolf: Familienbuch Butzbach, Band V, Seite 75

Sophie Sommer

wurde am 21. Oktober 1861 in Crainfeld bei Lauterbach in Hessen geboren.[1]

Sie war alleinstehend und wohnte in Gießen und vom 2. Oktober 1939 bis zum 15. September 1942

in Bad Nauheim in der Frankfurter Straße 63/65.

Ihre Abmeldung trägt den Vermerk „unbekannt verzogen“.

Gemeinsam mit 78 weiteren Bewohnern des Jüdischen Altersheimes wurde sie am 15. September 1942

gewaltsam aus Bad Nauheim verschleppt.

Von Darmstadt aus wurde sie dann am 27. September 1942 ins Ghetto Theresienstadt deportiert und kam dort am 22. Oktober 1942 im Alter von 81 Jahren ums Leben.

(Fotos und Dokumente)

 

[1] Das Geburtsdatum wurde dem Eintrag in der Meldekartei der Stadt Bad Nauheim entnommen

Die Familie Spiegel aus der Fürstenstraße (Stresemannstraße)

Albert Spiegel (Vater)

wurde am 19. Dezember 1879 in Wertheim in Baden-Württemberg geboren.

Verheiratet war er mit Paula, eine geborene Kahn, mit der er zwei Kinder hatte: Irene geb. 1924 und Ruth Carola geb. 1937.

Albert Spiegel war Bad Nauheimer Geschäftsmann und hatte in der Stresemannstraße 30 (Fürstenstraße 30) ein Kaufhaus für Bedarfsartikel. [1]

Er lebte mit seiner Famlie in Bad Nauheim vom 5. Dezember 1918 bis zum10. September 1942, wohnte bis 1920 in der Stresemannstraße 26, dann in der Stresemannstraße 32.

Von Darmstadt aus wurde er am 30. September in das Vernichtungslager Treblinka im deutsch besetzten Polen deportiert, wo er – möglicherweise durch Selbstmord – ums Leben kam. (Fotos und Dokumente)

 

 [1] siehe Stephan Kolb, Die Geschichte der Bad Nauheimer Juden, Seite 87

Paula Spiegel (Mutter)

geborene Kahn

wurde am 23. Januar 1888 in Wiesbaden-Schierstein in Hessen geboren. Sie war verheiratet mit Albert Spiegel (*19.Dezember 1879) und Mutter von Irene und Ruth Carola Spiegel. Nach ihrem Zuzug nach Bad Nauheim am 5. Dezember 1918 wohnte sie mit ihrem Ehemann in der Stresemannstraße 26, ab dem 7. Oktober 1920 in der Stresemannstraße 32. Am 1. Mai 1941 zog sie in die Frankfurter Straße 58, wo sie bis zu ihrer Abmeldung von Bad Nauheim am 10. September 1942 lebte.

Am 30. September 1942 wurde sie von Darmstadt aus in ein Vernichtungslager im besetzten Polen, wahrscheinlich Treblinka, deportiert und fiel dort wie ihre ganze Familie der Shoa zum Opfer.

(Fotos du Dokumente) 

Irene Spiegel (Tochter)

wurde am 1. April 1924 als Tochter von Albert und Paula Spiegel in Gießen in Hessen geboren.

Sie lebte in Bad Nauheim in der Stresemannstraße 32 und zuletzt bis zu ihrer Abmeldung am 10. September 1942 in der Frankfurter Straße 58.

Zusammen mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester Ruth Carola wurde Irene Spiegel am 30. September 1942 nach Treblinka im besetzten Polen deportiert und dort im Alter von 18 Jahren ermordet.

(Fotos und Dokumente)

Ruth Karola Spiegel (Tochter)

wurde am 26. Januar 1937 in Nieder-Weisel im Wetteraukreis in Hessen als Tochter von Albert und Paula Spiegel und Schwester von Irene Spiegel geboren. Sie lebte mit ihrer Familie in Bad Nauheim, zuletzt in der Frankfurter Straße 58. Von dort wurde sie am 10. September 1942 abgemeldet und im Alter von 5 Jahren zusammen mit ihrer Mutter Paula Spiegel und ihrer Schwester Irene Spiegel am 30. September 1942 nach Treblinka im besetzten Polen deportiert und ermordet.

(Fotos und Dokumente)

Walter Stein

wurde am 31. Januar 1931 in Alsfeld im Vogelsbergkreis in Hessen geboren. Er lebte in Frankfurt und Bad Nauheim in der Frankfurter Straße, von wo er nach Aussage des Melderegisters der Stadt Bad Nauheim am 16. August 1938 nach Alsfeld umzog.

Am 22. November 1941 wurde er von Frankfurt nach Kowno (Kauen) im besetzten Litauen in das Fort IX verbracht und drei Tage später im Alter von 10 Jahren ermordet.

In Alsfeld erinnert im Zeller Weg 3 ein Stolperstein an Walter Stein. (Fotos und Dokumente) 

Aron Stern

wurde am 1. Juni 1872 in Langenschwarz bei Hünfeld in Hessen geboren. Er wohnte in Bad Nauheim in der Karlstraße 19. Auch Bad Wildungen wird als Wohnort angegeben. Nach der Reichskristallnacht 1938 wurde er verhaftet und ins KZ Buchenwald verschleppt, wo er am 18. November 1938 im Alter von 66 Jahren ermordet wurde.

Auguste Stern

wurde am 19. Juli 1868 in Nieder-Wöllstadt im Wetteraukreis /Hessen geboren.

Sie war ledig, übte den Beruf als Schneiderin aus und wohnte in Bad Nauheim im Jüdischen Altersheim in der Frankfurter Straße 65.

Am 15. September 1942 wurde sie gewaltsam aus Bad Nauheim verschleppt.

Am 27. September 1942 erfolgte ihre Deportation von Darmstadt aus in das Ghetto Theresienstadt.

Hier kam sie am 9. Oktober 1942 im Alter von 73 Jahren ums Leben. (Fotos und Dokumente) 

Bertha Stern

geborene Meier

wurde am 16. September 1871[1] in Kirch-Göns/Haus Nr. 60 im Wetteraukreis in Hessen geboren.

Gelegentlich wird als Geburtsdatum auch der 22. September 1871 angegeben.[2]

Die Eltern waren Isaak Mayer und dessen Ehefrau Cerline geb. Krämer.

Bertha Stern war mit dem Handelsmann Hermann Stern aus Nieder-Ohmen verheiratet und hat dort auch gewohnt. Kinder werden im Familienbuch Butzbach, Band V nicht erwähnt.

Hermann Stern starb am 11. Januar 1941 im Jüdischen Altersheim in Bad Nauheim.

Am 3. Juli 1941 beantragte die Witwe Bertha Stern als Bewohnerin des Altersheimes eine Geburtsurkunde.

Am 15. September 1942  wurden die Bewohner des Altersheimes gewaltsam von der Gestapo abgeholt und am 27. September von Darmstadt aus in das Ghetto Theresienstadt deportiert.

Im Alter von 71 Jahren kam Bertha Stern dort am 26. Februar 1943 ums Leben.

(Fotos und Dokumente)

 

[1] Familienbuch Butzbach Band V, Seite 110

[2] Familienbuch Butzbach Band V, Seite 108

Edmund Stern         

wurde am 21. Februar 1900 (27.02.1900)[1] in Niederhochstadt in Rheinland-Pfalz geboren.

Er wohnte in Bad Nauheim in der Ritterhausstraße 4.

Am 1. Oktober 1938 meldete er sich in Bad Nauheim ab und zog um nach Frankfurt am Main.

1942 wurde Edmund Stern im Alter von 42 Jahren an einen unbekannten Deportationsort verschleppt

und in der Shoah ermordet.

 

[1] Das Geburtsdatum wird bei YAD VASHEM mit dem 27.02.1900 angegeben

Erwin (Emanuel) Stern

wurde am 7. August 1923 in Gelnhausen in Hessen geboren.

Er wohnte in Bad Nauheim in der Frankfurter Straße 103 bis zum 15. Mai 1938 und in Frankfurt am Main. Von dort wurde er am 11./12.November 1941 in das Ghetto von Minsk im besetzten Weißrussland deportiert, wo er im Alter von 18 Jahren ermordet wurde

Mathilde Stern

wurde am 7. Dezember 1865 in Meinerzhagen im Sauerland in Nordrhein-Westfalen geboren.

Sie wohnte in Düren und in Bad Nauheim im Jüdischen Altersheim in der Frankfurter Straße 65.

Am 27. September 1942 von Darmstadt aus in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wurde sie dort am 15. Dezember 1942 ein Opfer der Shoah. 

FOTO: Jüdisches Museum Frankfurt am Main/www.vor-dem-holocaust.de
FOTO: Jüdisches Museum Frankfurt am Main/www.vor-dem-holocaust.de

Minna Stern

geborene Flörsheim

wurde am 8. Dezember 1904 in Bad Nauheim in Hessen geboren.

Die Eltern waren Hermann und Helene Flörsheim.

Sie war  mit Alfred Stern verheiratet (* 9. Dezember 1901 in Heilbronn).

Das Ehepaar war kinderlos.

Nach ihrem Zuzug nach Bad Nauheim am 10. Februar 1933 wohnte das Ehepaar in der Karlstraße 28.

Minna Stern führte zusammen mit ihrem Ehemann das koscher geführte komfortable Hotel Flörsheim in der Karlstraße 28.

Alfred Stern emigrierte 1939 nach England.

Am 22. Januar 1941 zog Minna Stern nach Frankfurt/Main in die Beethovenstraße 40.

Beim Versuch, nach Frankreich zu fliehen, wurde sie von den Nazis aus dem Zug geholt, am 20. Oktober 1941 in das Ghetto Litzmannstadt (Lodz) im besetzten Polen deportiert und dort noch im gleichen Jahr ermordet.

(Fotos und Dokumente) 

Siegbert Stern

wurde am 23.oder 24. April 1926 als Sohn von Moritz und Lina Stern geb. Marx in Nieder-Ohmen bei Alsfeld in Hessen geboren. Er wohnte in Nieder-Ohmen, Bad Nauheim und Frankfurt. In Bad Nauheim war er ab dem 11. Januar 1937 Schüler an der Jüdischen Bezirksschule, Frankfurter Straße 103. Am 15. Juni 1939 zog er nach Frankfurt / Main, Friedrichstraße 3 um.

Am 20. Oktober 1941wurde er im Alter von 15 Jahren, gemeinsam mit seinen Eltern von Frankfurt in das Ghetto Litzmannstadt (Lodz) im besetzten Polen deportiert und dort ermordet.

(Fotos und Dokumente)

 

Kurt Sternberg

          wurde am 21. Oktober 1926 in Kierspe in Nordrhein-Westfalen geboren. 

Er wohnte in Bad Nauheim in der Jüdischen Bezirksschule in der Frankfurter Straße 103. 

Am 26. März 1939 wurde der zwölfjährige Junge in Bad Nauheim nach Frankfurt abgemeldet. Er wurde ab Frankfurt am Main in das Konzentrationslager Sachsenhausen, das Konzentrationslager Natzweiler im deutsch besetzten Elsass und schließlich am 11. November 1941 im Alter von 15 Jahren in das Ghetto Minsk deportiert. Kurt Sternberg wurde in der Shoah ermordet.

Alex Straus

wurde am 22. Januar 1900 in Bad Nauheim geboren.

Die Eltern waren der Bad Nauheimer Geschäftsmann Louis Straus und dessen II.  Ehefrau Klara geb. Pappen. [1]

Die Eltern hatten in der Parkstraße 30 ein eigenes Haus. Die Stiefschwestern Martha Strauss geb. Straus und Gerda Worms  geb. Straus stammten aus der I. Ehe des Vaters mit Caroline Straus geb. Baumblatt.

Er war verheiratet mit Elsa geb. Lomnitz (* 20. September 1906 in Kirchhain). Er wohnte in Bad Nauheim in der Parkstraße 30. Obwohl er eine Ausreisegenehmigung in die USA hatte, verübte er am 28. Juni 1939 Selbstmord.

Elsa Straus hat sich am 12. August 1940 in Bad Nauheim nach New York abgemeldet.

Ihre Eltern Siegmund Lomnitz und Bertha Lomnitz wurden Opfer des Holocaust.

(Fotos und Dokumente)

 

[1] Standesamt Bad Nauheim Geburtsnebenregister 1898-1900 (HStAMR Best. 924 Nr. 1168), Seite 299

Bertha Strauss

geborene Grünbaum

kam am 3. Juli 1870 in Bad Nauheim in Hessen als Tochter des Kaufmanns Heinemann Grünbaum und dessen Ehefrau geb. Grünebaum zur Welt. [1]
Sie wohnte in Berlin und verübte am 18. August 1942 in Berlin im Alter von 72 Jahren Suizid.

 

[1] Hessisches Hauptstaatsarchiv, Wiesbaden: Geburts-, Trau- und Sterberegister der Juden von Bad Nauheim 1829-1916 Titel: (HHStAW Abt. 365     Nr. 606) Erscheinungsjahr: 1829-1916, Seite 19  cheinungsjahr:

Else Strauss 

wurde am 12. Juni 1920 in Niederrodenbach bei Hanau in Hessen geboren.

Sie war ledig und von Beruf Praktikantin.

Am 15. Januar 1939 zog sie von Niederrodenbach nach Bad Nauheim und wohnte in der Frankfurter Straße 103. (Jüdische Bezirksschule).

Bereits am 8. Juni 1939 kehrte sie wieder zurück nach Niederrodenbach.

Sie wurde am 1. Juni 1942 nach Izbica/Sobibor deportiert und wurde in diesem Vernichtungslager

am 3. Juni 1942 im Alter von 21 Jahren ermordet. (Fotos und Dokumente)

Jettchen Strauss

geborene Katz, verw.,
wurde am 14. Juli 1875 in Einartshausen bei Schotten in Hessen geboren.

Sie lebte in Grebenau und ab dem 24. April 1942 in Bad Nauheim im Jüdischen Altersheim in der Frankfurter Straße 63/65.

Am 15. August 1942 meldete sie sich in Bad Nauheim ab mit dem Hinweis „unbekannt verzogen“.

Am 27. September 1942 wurde im Alter von 67 Jahren von Darmstadt aus ins Ghetto  Theresienstadt deportiert. Von dort aus kam sie am 16. Mai 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz. Ihr Todesdatum ist unbekannt. (Fotos und Dokumente)

Johanna Strauss

geborene Mayer

wurde am 31. Mai 1866 in Essenheim bei Mainz in Hessen geboren.

Sie war Witwe und ohne Beruf.

Sie wohnte in Michelstadt und ab 01.April 1941 in Bad Nauheim im Jüdischen Altersheim Frankfurter Straße 65.

Am 16.August 1942 meldete sie sich in Bad Nauheim ab mit dem Hinweis „unbekannt verzogen“.

Am 27. September 1942 wurde sie von Darmstadt ins Ghetto Theresienstadt deportiert.

Am 28. Januar 1943 kam sie in Theresienstadt im Alter von 77 Jahren ums Leben.

(Fotos und Dokumente) 

Das Ehepaar Moritz und Martha Strauss

Martha Strauss

geborene Straus

wurde am 22. August 1890 in Bad Nauheim in Hessen geboren.

Die Eltern waren der Kaufmann Louis Straus und dessen I. Ehefrau Caroline Straus geb. Baumblatt. [1]

Sie war mit Moritz Strauss verheiratet, wohnte ab dem 1. April 1939 in Bad Nauheim  in der Parkstraße 30 und ab dem 8. November 1941 in der Frankfurter Straße 58.

Sie meldete sich in Bad Nauheim am 15.August1942 ab.

Am 27. September 1942 wurde sie von Darmstadt ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Von dort aus kam sie am 29. Januar 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz. Bei der Deportation war sie 52 Jahre alt. Ihr Todesdatum ist unbekannt. (Fotos und Dokumente)

 

[1] Geburtsregister Bad Nauheim

Moritz Strauss

wurde am 22. März 1888 in Urberach bei Dieburg in Hessen geboren.

Er war verheiratet mit Martha Strauss geb. Straus und wohnte in Bad Nauheim,

ab dem 1. April 1939 in der Parkstraße 30 und ab dem 8.November 1941 in der Frankfurter Straße 58.

Mit dem Hinweis „unbekannt verzogen“ meldete er sich am 15.August 1942 in Bad Nauheim ab.

Am 27. September 1942 wurde er von Darmstadt aus ins Ghetto  Theresienstadt deportiert. Von dort aus kam er am 29. Januar 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz. Bei der Deportation war er 54 Jahre alt. Sein Todesdatum ist unbekannt. (Fotos und Dokumente)

Rudolf Strauss

wurde am 9. August 1923 in Altenlotheim bei Frankenberg in Hessen geboren.

Die Eltern waren Bernhard Strauss und dessen Ehefrau Ida geb. Reinberg.

Er wurde am 1. August 1937 als Gärtnerlehrling in Bad Nauheim in der Bezirksschule in der Frankfurter Straße 103 angemeldet. [1]

Am 8. Juni 1939 wurde Rudolf Strauss wieder in Bad Nauheim abgemeldet und kehrte zurück nach Altenlotheim.

Am 9. Dezember 1941wurde er von Kassel aus in das Ghetto Riga deportiert und bei Arbeiten in einer Strafkompanie umgebracht. (Fotos und Dokumente)

 

[1] Meldekartei der Stadt Bad Nauheim

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z